Spendenkampagne »Marx statt Stadtschloß« für eine Neuausgabe der MEW


Liebe Freunde der MEW, dank der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die die Herausgabe der Marx-Engels-Werke (MEW) übernommen hat, und dank der Unterstützung vieler Spender ist es dietz berlin möglich, auch in diesem Jahr einen gründlich überarbeiteten Band vorzulegen. Es ist der Band 41, der bisher als »Ergänzungsband. Zweiter Teil: Friedrich Engels« firmierte und vier Auflagen erlebte. Er enthält alle jene Aufsätze, Gedichte und Briefe des jungen Engels aus der Zeit von Dezember 1833 bis September 1844, die nicht bereits in den Bänden 1 und 2 dieser Ausgabe publiziert worden sind.

Gleichzeitig erscheint – mit Unterstützung der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag – die nächste Auflage des dritten Bandes des »Kapitals«, traditionell als Einzelband (32. Auflage) wie auch als Band 25 der MEW (16. Auflage).

Damit nimmt dietz berlin die nächsten Hürden auf dem Weg zu einer wieder vollständig lieferbaren Marx-Engels-Werk-Ausgabe. Von den 43 Bänden stehen nun wieder vierzig in unserem Programm.

Band 41 ist komplett nach MEGA-Standard überarbeitet. Da jedoch der entsprechende MEGA-Band schon vor zwei Jahrzehnten erschien, sind in Band 41 auch alle Forschungsergebnisse der jüngsten Zeit eingeflossen.

Zunächst bringt der Band Korrespondenzen, die Engels während seiner Lehrzeit in der Hansestadt Bremen (1838–1841), seiner Militärzeit in Berlin (1841/1842) und seines Aufenthalts in Manchester für verschiedene Zeitungen und Zeit schriften, darunter den »Telegraph für Deutschland« in Hamburg, das »Morgenblatt für gebildete Leser« in Stuttgart/Tübingen, die »Rheinische Zeitung « in Köln und »The New Moral World« in London verfaßte. Weiterhin sind zwei Pamphlete abgedruckt, in denen sich Engels mit dem Berliner Philosophie-Professor F. W. Schelling auseinandersetzt und die als selbständige Broschüren erschienen sind. Seinem besonderen Interesse an Lyrik, Prosa und Musik sind die wiedergegebenen Erscheinungstermin: August 2008 eigenen literarischen Versuche, also Gedichte und dramatische Entwürfe verschiedener Art geschuldet.

In einem zweiten Teil enthält der Band die Briefe des jungen Engels aus den Jahren 1838 bis 1842, vor allem an seine Schwester Marie und seine Jugendfreunde Friedrich und Wilhelm Graeber. Als Beilagen wurden drei Gedichte und eine Erzählung aus Engels’ Schul- und Gymnasialzeit aufgenommen.

Für 2009 plant dietz berlin die Neuauflage von Band 8 der MEW. Die Erhaltung des kritischen Denkens ist ohne Geld leider nicht zu haben. Jede Ihrer Spenden zählt.

Es grüßen Sie herzlich
Christine Krauss
Jörn Schütrumpf

Jeder Spender wird im geförderten MEW-Band als Dank auf einem Vorblatt namentlich genannt. Wer mindestens 100 Euro spendet und uns seine Adresse mitteilt, erhält sofort nach Erscheinen des Bandes ein Belegexemplar.